Es gibt Phasen, die schwierig sind und einem viel abverlangen. Man ist niedergeschlagen, kann sich zu nichts aufraffen und ist müde.
Aber direkt zum Psychologen, muss das denn sein?

Eine Psychotherapie ist dann sinnvoll, wenn eine Person das Gefühl hat, den Weg aus der Krise allein nicht mehr zu finden und ein Leidensdruck besteht. Leider suchen Menschen mit seelischen Problemen oft zu spät Hilfe. Häufig spielt Scham eine große Rolle, denn wer zum Psychotherapeuten geht, ist doch verrückt. Oder? Manche denken auch, sie seien nicht „krank genug“, um diese Form von Hilfe in Anspruch zu nehmen. So kommt es mitunter dazu, dass sich der Leidensdruck Betroffener verschlimmert.

Um für sich selbst herauszufinden, ob eine Psychotherapie sinnvoll sein könnte, können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Schränkt mich die Problematik im Alltag ein?
  • Fühle ich mich schon länger unwohl? Haben Freunde und/oder Familie das schon bemerkt und angesprochen?
  • Habe ich Mühe beim Ausführen der alltäglichen Aufgaben?
  • Fehlt mir der Spaß und die Motivation, meine Hobbys auszuüben und/oder soziale Kontakte zu pflegen?
  • Habe ich Stimmungsschwankungen und/oder bin oft gereizt?
  • Fühle ich mich häufig müde und abgeschlagen?
  • Habe ich Suizidgedanken?
  • Sind meine Versuche, das Problem allein in den Griff zu bekommen, gescheitert?
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Depression

Jeder Mensch kennt Phasen im Leben, in denen er sich abgeschlagen und lustlos fühlt. Eine Depression im klinischen Sinne ist jedoch nicht nur eine kurze Phase der Niedergeschlagenheit, sondern eine ernsthafte Erkrankung, die eine Einschränkung im Alltag bedeutet und Leiden verursacht.

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Per Definition gehört sie zu den affektiven Störungen und wird von dem lateinischen Wort „deprimere” (niederdrücken) abgeleitet. Für Betroffene gibt es effektive psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

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Ängste

Jeder kennt es: es gibt Dinge, die Angst machen. In einem gewissen Maß ist es normal, Angst zu haben. Es ist sogar gut, denn Angst ist ein Schutzmechanismus, der uns auf Gefahren aufmerksam macht. Ängste können allerdings auch das normal Maß überschreiten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn:

1. die Angstreaktionen unangemessen sind (mögliche oder tatsächliche Bedrohungen werden überschätzt; Ängste treten ohne konkrete Gefahr auf; das Angstgefühl hält sehr lange an);
2. die Intensität der Angstgefühle ins Unermessliche steigt;
3. die Angstgefühle einen Leidensdruck oder eine Beeinträchtigung im Leben hervorrufen.

Sollte dies der Fall sein, kann eine Psychotherapie gute Effekte in der Bewältigung und im Umgang mit der Angst erzielen. In der kognitiven Verhaltenstherapie gibt es einige effektive Methoden zur Behandlung von Angsterkrankungen.

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Zwangsgedanken und -handlungen

Die meisten Menschen sind schon einmal mit einem sich aufdrängenden, unerwünschten Gedanken oder Verhalten in Berührung gekommen (z. B. prüfen, ob der Herd ausgeschaltet ist, obwohl man weiss, dass man ihn gerade erst ausgeschaltet hat).

Von einer Zwangserkrankung spricht man aber erst, wenn sich unerwünschte Gedanken und/oder Verhaltensweisen oft wiederholen und dadurch Leidensdruck und Beeinträchtigung im Alltag des Patienten herbeiführen.

Zwangserkrankungen können effektiv therapeutisch behandelt werden.

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Essstörungen

Unter dem Begriff Essstörungen lassen sich einzelne Krankheitsbilder wie Anorexia Nervosa, Bulimia Nervosa und Binge-Eating zusammengefassen. Es handelt sich dabei um ernsthafte Erkrankungen, die unbedingt behandlungsbedürftig sind.

Der Übergang von unauffälligem zu krankhaftem Essverhalten ist oft schleichend. Durch eine Behandlung, in der häufig mehrere Fachkräfte zusammenarbeiten, ist ein effektiver Weg hin zum gesunden Essverhalten möglich.

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Paartherapie

Beziehungen verändern sich. Früher war es irgendwie anders – vielleicht sogar besser. Man hat sich entfremdet. Es hat sich so eingeschlichen, aber man weiß vielleicht gar nicht so richtig, wie es dazu kommen konnte. Eventuell ist sogar etwas passiert, das man sich oder dem Partner nicht verzeihen kann oder möchte.

Viele Paare kommen im Laufe der Zeit an einen Punkt, an dem sie sich die Frage stellen, ob sie ihren Weg weiterhin gemeinsam gehen möchten. Und machmal hilft bei dieser Frage professionelle Unterstützung, um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen und eine passende Lösung zu finden.

Paartherapie wird nicht von den Krankenkassen übernommen und muss daher vollständig eigenfinanziert werden.

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Psychosoziale Kinderwunschberatung

„Wann kommt denn bei Euch das erste Kind?“

Eine Frage, die manchen Paaren ein Messer ins Herz sticht. Einige fühlen sich unter Druck gesetzt, andere kommen vor Familie, Freunden oder Bekannten in Erklärungsnöte oder kämpfen mit den Tränen, wenn plötzlich wieder diese Frage auftaucht.

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist ein Thema, über das in der Gesellschaft leider noch oft geschwiegen wird. Viele Paare wünschen sich ein Kind, doch auf dem natürlichen Weg blieb dieser Wunsch bisher unerfüllt.

„Aber es muss doch klappen.“
„Bei allen anderen klappt es doch auch.“
„Was stimmt nicht mit mir/uns?“
„Ich kann noch nicht einmal schwanger werden/ein Kind zeugen.“

Viele Fragen und Selbstvorwürfe kreisen durch die Köpfe Betroffener. Nicht nur der Einzelne spürt die Auswirkungen des unerfüllten Kinderwunsches, sondern auch im Paar ist die Dynamik oft spürbar. Es wird oft als große Lebenskrise empfunden, die manchmal sogar zu der Trennung des Paares führt.

Wenn sich ein Paar zu einer Kinderwunschbehandlung entschließt, kann jede Phase dieser Behandlung mit psychischem Stress einhergehen. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu suchen. Es spielt keine Rolle, ob Sie diese Hilfe vor, während oder nach einer Kinderwunschbehandlung in Anspruch nehmen möchten.

Es ist möglich, die Gesprächstermine als Einzelperson und auch als Paar wahrzunehmen.

Als zertifizierte psychosoziale Fachberaterin unterstütze ich Sie gerne vor, während und nach der Kinderwunschbehandlung. Eine Finanzierung meiner Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen ist derzeit leider nicht möglich.